Kleinstbild-Kamera

Publication number: DE915411
Publication date: 1954-07-22
Inventor: STEINECK DR RUDOLF
Applicant: RUDOLF STEINECK DR
Classification:  
- international: G03B19/02; G03B19/02;
- european: G03B19/02B
Application number: DE1948P009280 19481002
Priority number(s): DE1948P009280 19481002

Mosaic

Original document


Description of DE915411


Kleinstbild-Kamera Es ist eine Detektiv-Kamera bekannt, welche ohne Plattenwechsel sechs Momentaufnahmen hintereinander aufzunehmen gestattet. Die licht- empfindliche Platte wird durch Ziehen einer Schnur i,m gegebenen Augenblick kurzzeitig be lichtet, worauf durch Drehen der Platte an einem Knopf diese für eine zweite Aufnahme eingestellt wird. Dann wird durch nochmaliges Ziehen der Schnur die zweite Aufnahme bewirkt, die Platte von Hand weitergedreht usf. Eine solche Kamera wird von dem Aufnehmenden so vor der Brust getragen, dass die Objektivöffnung durch ein Knopfloch eines Kleidungsstückes ragt. Derjenige, der sie trägt, ist durch sie erheblich belastet bzw. behindert, weil ihn die Kamera durch ihr Gewicht belästigt, da sie an einem um den Hals gelegten Band getragen werden muss und er darauf zu achten hat, dass die Auslöseschnur von der Kamera zu der die Auslösung einleitenden Hand klarläuft, ausserdem den Plattentransport erst durch Herum fingern an seinem Kleidungsstück durchführen kann. Unangenehm ist weiterhin der stets auf der Brust lastende Druck.

Diese Kamera besitzt zwischen zwei Gehäuse teilen mehrere um eine Achse drehbar angeordnete Scheiben, von denen eine dlie lichtempfindliche Schicht trägt, eine weitere als Verschlu.ss Ver wendung findet und während des durch die Hand bewirkten Weiterschaltens der lichtempfindlichen Schicht ein Spannen des Verschlusses erfolgt.

Es sind weiterhin Kleinbild-Kameras bekannt, bei denen nach erfolgtem Bildtransport durch Eindrücken des Auslöseknopfes eine Belichtung erfolgt. Nach der Belichtung muss der Aufneh- meide durch eine neue Bewegung das Filmband weitertransportieren und kann erst dann durch Eindrücken des Auslöseknopfes eine neue Belich tung vornehmen. Um diesen Nachteil zu vermeiden, hat man später eine Einrichtung vorgesehen, mit der es möglich ist, den Filmtransport vorzunehmen, ohne dass man die Kamera aus der Aufnahme stellung entfernt. Die Transporteinrichtung wird hier durch ein vorgespanntes Federwerk immer dann betätigt, wenn eine Belichtung erfolgt ist. Ist die Vorspannung des Federwerkes so gering geworden, dass die Federkraft zum Weitertrans Port nicht mehr ausreicht, so unuss dann die Kamera aus der Aufnahmestellung entfernt und das Federwerk neu gespannt werden.

Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung bezieht sich nun auf eine Kamera, mit der es mög lich ist, einwandfreie Aufnahmen kleinster Grösse zu machen, die sich beliebig vergrössern lassen. Durch zweckentsprechende Gestaltung werden die Nachteile der vorstehend beschriebenen Kameras vermieden. Die Kamera kann, da sie infolge des neuen Aufbaus sehr klein ist, in der Tasche, am Rockaufschlag oder am Arm getragen werden, ohne dassderjenige, der mit ihr Aufnahmen machen will, durch sie in irgendeiner Weise be hindert wird.

Gegenüber den bekannten Anordnungen werden bei der nachstehend beschriebenen Kamera alle zum Bildaufbau und Weitertransport des Films notwendigen Schaltungen durch die Betätigung eines einzigen Auslöseorgans erreicht. Dieser Vor teil wird dadurch erzielt, dass ausser der Versehluss- scheibe, der Transportscheibe und der Filmscheibe weitere Schaltorgane im Kameragehäuse sinnreich untergebracht sind.

Das alle Vorgänge steuernde Auslöseorgan steht über einen Zapfen mit einem unter Federdruck liegendem Schaltmittel, das einem Winkelhebel ähnlich ist, in Verbindung. Am Schaltmittel sitzt ausserdem eine Rolle, die in einen Schlitz einer mit der Verschlussscheibe starr verbundenen Schalt habe fasst. Das dem Auslöseorgan abgewandte Ende des Schaltmittels ist als Lichtschutz ausge bildet. Durch die auf das Schaltmittel einwirkende Feder wird erreicht, dass das Auslöseorgan aus dem Kameragehäuse herausgedrückt wird. Die Lichtschutzsicherung wirkt so, dass die Objektiv- öffnung bei nicht eingedrücktem Auslöseorgan ab gedeckt ist.

Die Verschlussscheibe arbeitet mit einer Ver- schlusslamelle zusammen, die während der Bewe gung der Verschlussschei.be in Ruhe verbleibt und gespannt, in der Endlage aber freigegeben wird. Auf der Verschlussscheibe sitzt eine aufbiegbare Greiferzahnlamelle, deren Zahn nach Ablauf der durch die Verschlussscheibe spannbaren Verschluss- lam@elle in die Transportscheibe eingreift und diese um einen der Bildzahl entsprechenden Winkel ver dreht. Der Greiferzahn wird mittels, einer Ablauf schiene auf der Verschlusslamelle so lange geführt und dadurch ausser Eingriff mit der Transport scheibe gehalten, bis die Verschlusslamelle abläuft und damit die Belichtung erfolgt. Der Greifer zahn läuft kurz vor dem Ablauf der Verschluss- lamelle auf dem Kassettendeckel auf und hebt da mit die Ablaufschiene der Greiferzahnlamelle von der Verschlussl.amelle ab. Hierdurch ist ein ein- -,vandfreies Ablaufen .der Verschlusslamelle ge währleistet.

Die Transportscheibe besitzt vorzugsweise am Umfang Einschnitte, in die der Greiferzahn ein greifen kann, wenn er zurückbewegt wird und da bei die Transportscheibe um den der Bildzahl ent- sprechenden Winkel weiterdreht. Die Transport- Scheibe besitzt weiterhin -Öffnungen, die dem Bild format angepasst sind.

An der Verschlusslamelle befindet sich eine federnde Leiste, die sich an den das Schaltmittel und das Betätigungsorgan verbindenden Zapfen anlegt, bis die Verschlussscheibe eine bestimmte Stelle erreicht hat. Danach gleitet die federnde Leiste von dem Zapfen ab, so dass die Verschluss- lamelle zur Drehung gelangt. Die Lichtschutz wirkung des Schaltmittels ist dann aufgehoben.

Weiterhin ist zwischen dem Schaltmittel und dem Kameragehäuse eine Blendenscheibe eingebaut, die zwei Öffnungsquerschnitte besitzt. Der eine Quer schnitt ist z. B. kreisförmig, der andere vorzugs weise quadratisch. Ausserdem befindet sich in der Scheibe ein radial liegender Schlitz, in den ein im Kameragehäuse auf kreisförmiger Bahn geführter Einstellstift greift. Durch eine Zweipunkteinstell- einrichtung kann die Blendenscheibe verdreht werden.

Aus baulichen Gründen empfiehlt es sich, die Blendenscheibe, das Schaltmittel, die Verschluss- lamelle, die Verschiussscheibe, eine Torsionsfeder und notwendige Sprengringe im Gehäusevorderteil der Kamera, die Transportscheibe und die Film scheibe sowie entsprechende zugehörige Bauteile im Gehäusehinterteil anzuordnen. Man kann die letztgenannten Teile mit den gegen Lichteinfall sichernden Abdeckscheiben in einem topfähnlichen Gehäuse unterbringen oder sie in die Rückwand des Gehäuses einfügen. Um die Zahl der Einzelteile zu vermindern, ist es zweckmässig, die Gehäuse rückwand gleich als Kassette auszubilden.

Es empfiehlt sich, die als Kassettenverschluss dienenden Scheiben mit der Transportscheibe, der Filmscheibe, einer Planierscheibe, einer Spann scheibe und einer Nummernscheibe in diesem Fall durch eine Hohlachse zu halten, die selbst beispiels weise mit Hilfe eines Bajonettverschlusses od. dgl. in der Kassettenrückwand gesichert werden kann.

Auf der Transportscheibe ist ein Stift an geordnet, der alle auf der Hohlachse angeordneten Scheiben dadurch gegen unbeabsichtigtes Ver drehen sichert, dass diese mit je einem dem Stift entsprechenden Einschnitt versehen sind. Um eine Doppelbelichtung auszuschliessen, ist es zweck mässig, in Abhängigkeit von der Stellung des Stiftes der Transportscheibe ein Weiterdrehen derselben zu verhindern. Man kann z. B. zusätzlich eine weitere Scheibe vorsehen, die das Auslöse- örgan nach der letzten Aufnahme sperrt und gleich- zeitig die Öffnung in der Kassette verdeckt, durch die sonst die Zahl der noch aufzunehmenden Bilder von aussen sichtbar ist.

Damit die auf der Hohlachse angeordneten Scheiben immer unter axialer Spannung gehalten werden, wird in der topfartigen Kassette bzw. der Gehäuserückwand eine Federscheibe angeordnet, die durch eine vorzugsweise dreieckförmige Feder unter Spannung liegt. Diese Federscheibe kann sehr leicht als das den Weitertransport der Trans portscheibe sperrendes Glied verwendet werden. Zu diesem Zweck bildet man sie so aus, dass sie einen Lappen besitzt, an dessen beiden Seiten der Stift der Transportscheibe anliegen kann. Dieser Stift liegt vor der Belichtung der Filmscheibe an der einen, nach der Belichtung aller Aufnahmen an der anderen Seite des Lappens an.

Zwischen der Verschlussscheibe und der Trans portscheibe liegen zwei Scheiben, die als Kassetten verschlussdeckel bzw. als Drehschieber ausgebildet sind. Beide besitzen ausser je einer kreisförmigen Öffnung, dem Kassettenbildfenster, je einen bogen förmigen Schlitz, der sich am Umfang in derselben Entfernung vom Mittelpunkt befindet wie die Ein schnitte auf der Transportscheibe, in welche der Greiferzahn eingreifen kann. Der Schlitz des Dreh schiebers besitzt eine grössere Länge als der Schlitz des Kassettendeckels und wird ausserdem zur Be grenzung der gegenseitigen Verdrehung beider Scheiben herangezogen. Am Umfang des Dreh schiebers sitzt eine Nase, die beim Einführen und Sichern der Kassette bzw. des Gehäusehinterteiles in das Kameravorderteil ein Verdrehen der Dreh scheibe bewirkt und dadurch die Kassettenbild- fenster des Kassettendeckels und des Drehschiebers zur Deckung bringt. Die Kassettenbildfenster liegen dann in dieser Stellung konzentrisch zur optischen Achse der Kamera.

Zur Erhöhung der Lichtschutzsicherheit wird empfohlen, die Durchmesser des Kassettendeckels und des Drehschiebers grösser zu wählen als den Durchmesser der Filmscheibe und diese in eine ringförmige Nut der Kassette eingreifen zu lassen.

Damit man ohne eine Auswechslung der Kassette mehr Aufnahmen machen kann, als sich auf einer Filmscheibe unterbringen lassen, kann man mehrere mit je einer der Bildgrösse entsprechenden Öffnung, durch die hindurch die nächste Filmscheibe be lichtet wird, versehene Filmscheiben mit ent sprechenden Transportscheiben und Spannscheiben hintereinander anordnen, muss dann aber dafür Sorge tragen, dass der Abstand Filmscheibe- Optik nach erfolgter Belichtung einer Scheibe durch Ver schiebung der Optik oder der entsprechenden Film scheibe im Gehäuse, z. B. gegen einen entsprechenden Anschlag von Hand oder 'besser selbsttätig; konstant gehalten wird. Zur Verminderung der Bauhöhe kann man die Optik, wenn die Kamera nicht auf nahmebereit ist, in das Gehäuse einfahren lassen und bei Beginn der Bewegung des Auslöseorgans in die für die Aufnahme richtige Stellung bringen.

Zur Erzielung eines möglichst kleinen Par allaxenfehlers wird weiterhin vorgeschlagen, die Drehachse aller Scheiben und .die optische Achse eines Suchers zusammenfallen zu lassen. Diesen Sucher bildet man als konische, sich zum Bild gegenstand hin erweiternde Bohrung aus. Man kann dann in diese Bohrung z. B. einen kegeligen Stativ bolzen einführen und ihn durch eine Mutter im Kameragehäuse sichern, so dass man diese Kleinst- bild-Kamera auch an ein Stativ ansetzen kann.

Will man verschieden lange Verschlusszeiten zu lassen, kann man in an sich bekannter Weise die Ablaufgeschwindigkeit der Verschlusslahzelle regeln oder die Verschlusslamelle aus zwei Teilen bestehen lassen, die nacheinander ablaufen. Stellt man die Kassette und die in ihr untergebrachten Teile aus einem Werkstoff her, der durch die Entwickler flüssigkeiten nicht angegriffen wird, so kann man die Kassette leicht an eine Tageslichtentwicklungs- dose anschliessen. Zu diesem Zweck wird man dann den Kassettendeckel bzw. den Drehschieber so aus bilden, dass sie einwandfrei an der Entwicklungs dose befestigt werden können.

Sollte während der Aufnahme eine zu starke Lichteinwirkung vorhanden sein, so kann man in den Strahlengang vor oder hinter dem optischen System ein als Lichtschwächer dienendes Glied ein- und ausschiebbar anordnen. Die diesen Durchtritts- querschnitt begrenzenden Kanten werden gerad.l@inig und der Querschnittsfläche des Bildformates ange- passt sein. Bei Wahl eines rechteckigen Durchtritts- querschnittes empfiehlt es sich, die Kantenlängen so zu wählen, dass sie sich wie 3 : q. verhalten. Sehr einfach ist eine Anordnung, bei der das licht schwächende Glied aus zwei in gleicher Richtung verschiebbaren Teilen besteht, die derart gestaltet sind, dass sie den Durchtrittsquerschnitt in einer Endlage freilegen und in der anderen teilweise abdecken. Zusätzlich kann man im Strahlengang eine mit verschiedenen Filtern versehene Scheibe anordnen, deren jeweilige Stellung durch eine ausserhalb des Gehäuses angebrachte Markierung sichtbar ist.

Eine einfache Befestigung des Gehäusevorder teiles an dem Gehäusehinterteil lässt sich erreichen, wenn man an einem der beiden Gehäuseteile zwei Stahlfederstäbe parallel zueinander so anordnet, dass sie in eine Eindrehung des anderen Gehäuseteiles fassen und nach einer Drehung des einen Teiles um 9o beide Teile gegen eine Trennung sichern.

Damit man bei Aufnahmen, bei denen die Kamera auf einem Stativ sitzt; den aufzunehmenden Gegenstand beobachten kann, formt man das Gehäuse so, dass es einen Spiegelsucher aufnehmen kann.

Wählt man eine Optik, die eine geringe Brenn weite und höchste Lichtstärke besitzt und benutzt gleichzeitig einen Film, der eine geringe Schicht empfindlichkeit hat, so kann man die sehr kleinen Negative sehr stark vergrössern, ohne dass sich das Korn unangenehm bemerkbar macht.

Es sei angenommen, dass man eine Kassette im Kameragehäuse untergebracht hat, die eine Schwarzweissfilmscheibe enthält. Nach zwei oder drei Aufnahmen wünscht man nun eine oder mehrere Farbaufnahmen zu machen. Man trennt dann die Gehäuserückwand von dem Gehäuse vorderteil der Kamera, entnimmt die den Schwarz weissfilm enthaltende Kassette, führt eine Farbfilm kassette ein und belichtet weiter. Dadurch, dass jede Kassette eine Nummernscheibe enthält, die mit den Transportscheiben gleichmässig verdreht wird, lässt sich jeweils feststellen, wieviel Aufnahmen man mit der Schwarzweissfilm- bzw. der Farbfilmkassette noch durchführen kann.

Man ist aber nicht nur auf die oben beschriebene Anordnung beschränkt, sondern kann die im Kameragehäuse untergebrachten Schaltelemente auch anders gestalten. Eine solche Ausführung sei nachstehend kurz beschrieben. Bei dieser An ordnung beeinflusst das Auslöseorgan ein Schalt glied, welches eine Verschlussscheibe spannt und gleichzeitig die den Film tragende Transportscheibe verdreht. Dieses Schaltglied verdreht die Ver- schlussscheibe und die Transportscheibe beim Eindrücken des Auslöseorgans, spannt dabei die Verschlussscheibe und gibt diese in der Endlage der Transportscheibe zum Zurückdrehen frei. Lässt man das Auslöseorgan los, so dreht sich die Transport scheibe zurück, die Filmscheibe bleibt aber in der bisher eingenommenen Lage stehen. Man kann aber auch die Transportscheibe beim Eindrücken des Auslöseorgans im Gehäuse verdrehen und die Ver- schlussscheibe dabei spannen; in der Endlage der Transportscheibe zum Nacheilen freigeben, während beim Loslassen des Auslöseorgans die Transport scheibe und die Verschlussscheibe gleichzeitig zurückgeführt werden und dadurch auch die Film scheibe um -einen der Bildzahl entsprechenden Winkel weiterbewegen. Zu diesem Zwecke ordnet man sowohl auf der Transportscheibe als auch der Verschlussscheibe verschieden lange, beispielsweise durch Aufbiegen entstandene Führungsleisten an. Die Länge dieser Führungsleisten bemisst man derart, dass das Schaltglied in der Endlage an der Führungsleiste der Transportscheibe anliegt, während die Verschlussscheibe in der Endstellung, sich in die Ausgangslage zurückdreht. Der Trans port der Filmscheibe wird durch eine an der Transportscheibe angeordnete federnde Nase er zielt.

Um ständig eine gleichbleibende Kraft bei zubehalten, die zum Eindrücken des Auslöseorgans notwendig ist, kann man die Transportscheibe bzw. ihre Führungsleiste an der Stelle, an der das Schaltglied an ihr anliegt, entsprechend gestalten und z. B. die Form einer Lemniskate geben.

Weitere Merkmale ergeben sich aus der Be schreibung.

In den Fig. i bis 22 sind zwei Ausführungs beispiele des Erfindungsgedankens veranschaulicht. Fig. i zeigt eine Rückansicht des Gehäuse vorderteiles ,mit ,dem Auslöseorgan und ,dem Schalt mittel; Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch das Gehäuse vorderteil mit strichpunktiertem Gehäusehinterteil; Fig. 3 a zeigt eine Vorderansicht der im Gehäuse vorderteil angeordneten Schaltelemente. Strich- punktiert ist angegeben, wie sich das Auslöseorgan und die Verschlussöffnung beim Betätigen des Aus löseorgans verschieben; Fig. 3 b zeigt einen Schnitt durch die Fig. 3 a in Richtung A-B; Fig. 3 c zeigt eine Ansicht des Greiferzahnes nach einem Schnitt durch die Fig. 3 a in Rich tung C-Ü; Fig. q.a veranschaulicht einen Schnitt durch die als Kassette ausgebildete Gehäusehinterwand; 13b</B> geben die dreieckförmige Feder wieder.

Fig. 14 zeigt einen Sprengring; Fig. 15 a und 15 b zeigen eine Rastscheibe, die als Bajonettverschluss in der Gehäüsehinterwand ver nietet wird.

Fig.-16a und 16b zeigen die Wirkungsweise der Blendeneinrichtung in Rückansicht und Querschnitt, während Fig. 17 eine Vorderansicht der Kamera darstellt, aus der die Zweipunkteinstellung der Blendeneinrichtung ersichtlich ist; Fig. 18 veranschaulicht die Befestigung der Kamera an einem Stativkopf; Fig. 1g a bis 1g c zeigen eine Vorrichtung zum Trennen der in der Gehäuserückwand eingerasteten Hohlachse und zum Zusammenfügen des Einbau elements nach Fig. 5a und 5b; Fig.2oa und tob zeigen die Federscheibe" welche im Gehäusehinterteil bzw. in der topfartigen Kassette sitzt; Fig. 21 zeigt eine Rückansicht einer Kamera, deren Schaltelemente anders ausgebildet sind als die in den vorhergehenden Figuren dargestellten; Fig. 2z zeigt ebenfalls in Rückansicht der Kamera die Anordnung einer Platine, die neben der Abschirmung des Streulichtes eine Halterung der im Gehäusevorderteil liegenden Schaltelemente in axialer Riehtnug ermöglicht, sie kann auch in der in der Fg. 2i dargestellten Kamera angeordnet sein.

In dem Kameragehäuse i ist ein Auslöseorgan 2 so angeordnet, dass es beim Eindrücken in das Kameragehäuse ein Schaltmittel 3 um eine Achse q verstellen kann. Das Schaltmittel 3 wird durch die Feder 5 so gehalten, dass sein dem Auslöseorgan ab gewandtes Ende 6 als Lichtschutz dient und das Bildfenster 7 im nicht aufnahmebereiten Zustand der Kamera abdeckt. Auf dem Schaltmittel 3 be findet sich eine Rolle 8, die in den Schlitz 9 einer Schaltnabe io eingreift und bei der Bewegung des Schaltmittels 3 die Schaltnabe und die mit dieser verbundene Verschlussscheibe ii verdreht. Ist das Auslöseorgan 2 eingedrückt, so befindet sich das Schaltmittel 3 in der strichpunktierten Stellung. Ein auf dem Schaltmittel 3 angebrachtes z. B. rotes Markierungszeichen i2 befindet sich dann an der Stelle 13. Sind alle Aufnahmen einer Filmscheibe gemacht, so bewegt sich der Auslöseknopf 2 infolge der Anordnung von später beschriebenen Mitteln nicht wieder in die Ausgangsstellung zurück. In dieser Stellung befindet sich das rote Markierungs zeichen hinter einer Öffnung des Gehäuses, so dass es von aussen zu erkennen ist.

Fig. 2 zeigt ausser der Verschlussscheibe i i und der Schaltnabe io auch die Verschlusslamelle 14, die bei ihrer Bewegung eine Belichtung zulässt. Die Gehäuserückwand 15 ist gestrichelt eingezeichnet. Mit Hilfe des Bandes 16 kann diese Kamera am Arm getragen werden.

Nach Fig. 3 b wird die Verschlusslamelle 14 durch eine Feder 17 gegen die Verschlussscheibe i i gedrückt. Diese arbeitet zugleich als Torsionsfeder und stützt sich, wie in Fig. 3 a gezeigt, einerseits am Schlitz 18 der Schaltnabe, andererseits an der Nase i9 der Verschlusslamelle 14 ab. Auf der Ver- schlusslamelle 14 sitzt eine federnde Leiste 2o, deren Kante 21 an dem Zapfen 22 anliegt, welcher das Auslöseorgan und das Schaltmittel verbindet. Das Schaltmittel ist der besseren Übersicht wegen in der Fig. 3 a nicht dargestellt. Wird nach einem gewissen Weg der Verschlussscheibe i i, und zwar sobald die Lichtschutzwirkung des Schaltmittels 3, 6 auf gehoben ist und die Öffnung iia sich mit dem Bild fenster deckt, das Auslöseorgan in die strich punktierte Stellung gedrückt, so gleitet die Kante 21 von dem Zapfen ab und kann sich also der Ver- schlussscheibe i i unter Wirkung der Torsionsfeder 17 nachbewegen, wodurch der Schlitz 29 über das strichpunktiert dargestellte Bildfenster 3o hinweg streicht und damit eine Belichtung der Filmscheibe bewirkt. Während der Vorwärtsbewegung der Verschlussscheibe i i läuft der abgewinkelte Lappen 23 einer Greiferzahnlamelle 24 auf der Auflauf schiene 24a und verhindert, dass der Greiferzahn 25 in die Transportscheibe 26 einrastet, wodurch eine Bewegung der Transportscheibe 26 vor Ablauf der Verschlusslamelle 14 nicht stattfinden kann. Be findet sich der Lappen 23 vor der Kante 27 der Auflaufschiene 2411, so läuft der Greiferzahn 25 auf das Ende des Schlitzes 37 im Kassettendeckel auf und wird von der Auflaufschiene abgehoben. Im Ruhezustand liegt die Verschlusslamelle mit ihrem Lappen 1411 an dem Stift 28 der Verschlussscheibe ii an und wird während des Zurückdrehens der Verschlussscheibe in dieser Stellung gehalten. In dem Gehäusehinterteil 1,9 (Fig. 4) ist eine Rastscheibe 31 angeordnet und mit diesem ver nietet. Auf diese legt man eine dreieckförmige Feder 32 (Fig. 13) und ordnet über derselben eine Federscheibe 33 (Fig. 2o) an, die durch einen Federring 34 im Gehäusehinterteil gehalten wird. MiteinerHohlachse 35 werden durch eineRändelung 36 der Kassettendeckel 38 und der Drehschieber 37 stramm drehbar befestigt. Auf die Transportscheibe 26, die eine angenietete Nabe 39 aufweist, wird die Filmscheibe 4o aufgelegt, und zwar so, dass ein an ihrem Umfang vorgesehener Einschnitt den Stift 41 der Transportscheibe 26 umfasst. Auf die Film scheibe 40 legt man dann die Planierscheibe 42 und drückt die Spannscheibe 43, welche Warzen 44 be sitzt, in die Eindrehung der Nabe 39. Nachdem man zum Abschluss eine Nummernscheibe 45 auf .die Spannscheibe 43 aufgelegt hat, kann man diese Ein baueinheit auf die Hohlachse aufschieben und die Hohlachse im Gehäusehinterteil durch Drehung um 9o infolge der Anordnung der Rastscheibe 31 so ,sichern, dass sie einwandfrei festliegt.

Der Drehschieber 37 und der Kassettendeckel 38 besitzen am Umfang je einen Schlitz 46 bzw. 47. Der mit dem Drehschieber 37 fest verbundene Stift 48 kann sich in dem Schlitz 46 des Kassettendeckels 38 bewegen. Die Länge der Schlitze ist so be messen, dass, wie in Fig. 4b gezeigt, mindestens zwei Einschnitte 49 der Transportscheibe 26 frei liegen, während die übrigen abgedeckt sind. Wird nun das Gehäusehinterteil 15 gemäss Fig. 4a in das Gehäusevorderteil gedrückt, so legt sich die Nase 5o des Deckels 38 in einen Einschnitt 5oa des Gehäusevorderteiles und öffnet dann bei einer Drehung den geschlossenen Bildfensterquerschnitt sowie die Schlitze 46 und 47, so dass nunmehr nach entsprechender Betätigung des Auslöseorgans der Greiferzahn in die Einschnitte 49 der Transport scheibe 26 fassen kann. Durch das Fenster 51 kann man die auf der Nummernscheibe abgebildete Zahl erblicken. Ein Zellul id fenster 52 sichert das Innere der Kamera gegen das Eindringen von Staub.

Die Fig. 5 a und 5 b zeigen die Transportscheibe 26 mitden auf ihr liegenden Scheiben als gesondertes Einbauelement, während die Fig. 6 a und 6 b das Gehäusehinterteil mit den in ihm befestigten Ele menten wiedergibt. Die Kanten 53 bzw. 54 dienen zum Einführen des Gehäusevorderteiles in das Ge häusehinterteil bzw. umgekehrt; und zwar wird z. B. das Gehäusehinterteil so eingeführt, dass die Kanten 53 und 54 parallel zu den Stahlfederstäben 55 bzw. 56 liegen, die im Gehäusevorderteil gemäss Fig. i angeordnet sind. Durch Drehen des Gehäusehinter teiles um 9o, fassen die Stahlfederstäbe 55 und 56 in die Eindrehung 57,des Gehäusehinterteiles.

Aus der Fig. 6 b und der Fig. 2o ersieht man die Ausbildung der Federscheibe 33, welche einen Lappen 58 besitzt, an dessen einer Seite 59 der Stift 4.1 der Transportscheibe 26 vor der Belichtung der Filmscheibe anstösst, während er nach der Belichtung auf der anderen Seite an der Kante 8o anliegt. Dadurch wird eine Doppelbelichtung vermieden. Der Abstand der beiden Kanten ist so bemessen, dass der Drehwinkel der Transportscheibe gleich 36o , vermindert um die Hälfte des der Bildzahl ent sprechenden Drehwinkels der Transportscheibe nach einer Aufnahme, also bei 8 Bildern gleich 337,5 ist. Durch diese Massnahme wird erreicht, dass die Greiferzahnlamelle 24 (Fig. 3 a) und die mit ihr fest verbundene Verschlussscheibe i i samt der Schalt nabe io sowie das nach Fig. i damit -beweglich verbundene Schaltmittel 3 mit dem Auslöseorgan 2 nach Belichtung des letzten Bildes auf der Film scheibe 4o nicht in ihre Ausgangslagen zurückkehren können. Gleichzeitig wird das auf dem Schaltmittel angebrachte Markierungszeichen 12 an der Stelle 13 hinter einer Öffnung des Gehäuses sichtbar und zeigt an, dass die Filmscheibe 4o durchbelichtet ist. Weitere Hinweise auf die vollständige Belichtung erhält der Aufnehmende dadurch, dass er am Ge häusehinterteil 15 (Fig.4a) durch das Fenster 52 die auf der Nummernscheibe 45 abgebildete Null (F:ig. 5 b) erblicken kann und dass bei nochmaligem Betätigen desa)</I> besitzt eine kreisförmige Öffnung 66, eine vorzugsweise quadratische Öffnung 67 sowie einen radial liegen den Schlitz 68, in den ein Stift 69 einer Einstell vorrichtung fasst. Bewegt man den Stift 69 aus der gezeichneten Lage in die strichpunktierte Stellung, so entspricht flies einer Bewegung von der Mar kierung<B>70</B> zu der Markierung<B>7</B> 1 (Fig. i7), so dass einwandfrei ersichtlich ist, welcher Blendenquer- schnitt sich hinter dem Objektiv befindet.

Gemäss Fig.2, 4a und 16b geht durch das Ge häusevorderteil und das Gehäusehinterteil eine konische Bohrung 72 hindurch, die als Sucher Ver wendung findet. In diese kann man, wie es Fig. 18 zeigt, einen kegeleigen Bolzen eines Stativkopfes 73 einführen und damit den Stativkopf durch Anziehen der Rändelmutter 74 mit der Kamera verbinden.

Das Trennen der Hohlachse 35 vom Gehäuse hinterteil 15 (Fig. 4a) lässt sich durch die in der Fig. i9 dargestellte Vorrichtung 75 leicht ermög lichen. Man setzt das Gehäusehinterteil auf den Stift 76 auf, so dass die Nasen 77 der Vorrichtung 75 in einen Schlitz 771 der Hohlachse 35 eingreifen, und dreht das Gehäusehinterteil auf der Vorrichtung 75 um 9o herum. Infolge der Federwirkung der Scheibe 32 springt dann die Hohlachse 35 mit den auf ihr sitzenden Scheiben heraus. Ausserdem dient das Teil<B>75</B> zum Zusammenfügen des Einbau elementes nach den Fi-g. 5 a und 5 b.

Fig. 2o zeigt die Federscheibe 33 in Ansicht und im Schnitt. Der Einschnitt 78 dieser Scheibe sitzt im Gehäuse so, dass man die Nummernscheibe 45 durch das Fenster 51 betrachten kann.

Das in der Fig. 21 gezeigte Ausführungsbeispiel zeigt das Gehäuse 79, das zwei Ansätze 8o besitzt, um die ein Lederband gelegt wird. Durch die Öff nung 81, die konisch ist, kann man den aufzuneh menden Gegenstand betrachten, wenn man die Kamera vor das Auge hält. In das Gehäuse 79 ist das Schaltglied 82 so eingesetzt, dass es sich um die Schraube 83 drehen und unter Wirkung des Aus löseorgans 84 bewegen kann. Darauf ist die Ver- schlusslamelle 85 und über diese die Verschluss- scheibe 86 gelegt. Das Schaltmittel 82 besteht bei spielsweise aus einem Blech. Durch Abwinkeln des Bleches entstehen zwei Ablaufkanten 87 und 88. Gegen die Ablaufkante 87 legt sich das Auslöse organ 84. Das Schaltglied 82 wird durch eine Feder 89 gegen das Auslöseorgan 84 gedrückt.

Die Verschlusslamelle 85, die ebenfalls aus einem dünnen Blech besteht, besitzt eine Führungsleiste go, an der das Schaltglied 82 anliegt, und eine Anlage kante 9i, an der eine Feder anliegt, die die Ver- schlusslamelle 85 zurückdrückt. Die Leiste bzw. Kante sind durch Umbiegen des Scheibenbleches an den entsprechenden Stellen entstanden. Die Ver- schlussscheibe 86 weist eine- Führungsleiste 92 auf sowie eine Anlaufkante 93. Beide entstehen durch Umlegen des Bleches der Verschlussscheibe 86 um 9o , und zwar so, dass die Führungsleiste 92 nach oben, die Ablaufkante 93 aber nach unten abgewin kelt ist. Die Verschlussscheibe 86 ist weiterhin so eingeschnitten und aufgebogen, dass eine Blattfeder 94 entsteht. Auf ihr sitzt ein Stift 95. Zur ratio nellen Herstellung empfiehlt es sich, die Blattfeder 94 so auszubilden, dass an der Stelle des Stiftes 95 eine gleich aus dem Blech gebogene Nase vor gesehen ist. Die Verschlusslamelle 85 weist einen Schlitz 96 auf, durch den die Lichtstrahlen auf die Filmscheibe fallen, wenn die Verschlusslamelle ab läuft. Die Verschlussscheibe 86 besitzt ausserdem eine Öffnung 97, die so gross ist, wie das auf dem Filmträger entstehende Bild werden soll.

Sowohl die Verschlusslamelle 85 als auch die Verschlussscheibe 86 besitzen ein konzentrisches Mittelloch, so dass diese Scheiben auf die Nabe 98 des Gehäusevorderteils aufgesetzt werden können. Im Gehäuse sitzt ein Stift 99 fest, gegen den sich die Kante 9i legen kann, während der Stift ioo die Anfangslage der Verschlussscheibe 86 festlegt.

Drückt man den Auslöseknopf 84 ein, so dreht sich das Schaltglied 82 und verdreht mit der Ablauf kante 88 die Verschlusslamelle 85 entgegen dem Uhr zeigerdrehsinn. Nach einem gewissen Drehweg legt sich die Kante 88 auch gegen die Anlaufkante 93 der Verschlussscheibe 86 und nimmt diese mit. Dabei werden die die Lamelle 85 und die Scheibe 86 beeinflussenden Federn gespannt, bis sich das Loch 97 im Strahlengang der Optik befindet. Der Schlitz 95 liegt dann ausserhalb des Strahlenganges. Jetzt liegt das Schaltglied 82 nur noch an der Kante 93 der Verschlussscheibe 86, und die Verschluss- lamelle kann sich unter Federdruck zurückbewegen; ,da die Kante 88 nicht mehr mit der Kante 9o im Eingriff steht. Dadurch bewegt sich also auch der Schlitz 96 zurück und lässt die Belichtung des Films zu. Lässt man den Knopf 84 los, so wird auch die Verschlussscheibe 86 zurückgeführt.

Es lässt sich also auch mit dieser Einrichtung nur durch das Betätigen des Auslöseorgans 84 ein Belichten und ein Weiterschalten der Filmscheibe erzielen.

Es hat sich nun noch als zweckmässig erwiesen, zwischen dem Schaltmittel einerseits und der Verschlusslamelle mit Verschlussscheibe anderer seits eine Platine ioi (Fig. 22) anzuordnen, die mit einem Sprengring 102 im Gehäuse befestigt wird. Die Platine weist eine Mittelöffnung ioia auf und schirmt das Streulicht ab, welches durch die Objektivöffnung einfällt, und dient ausserdem dazu, die Schaltnabe mit der daraufliegenden Verschluss- Scheibe, Verschlusslamelle und Torsionsfeder nach dem Einbau in axialer Richtung festzuhalten. Zu diesem Zweck ist auf der Platine ioi ein Riegel segment 103 drehbar aufgenietet. Dieses wird nach erfolgtem Einbau der Schaltnabe durch ein in der Verschlussscheibe befindliches Loch verdreht, so dass sich die Schaltnabe auch in ihrer Endlage nicht aus der in der Platine befindlichen Aussparung heraus bewegen kann.


Claims of DE915411


PATENTANSPRÜCHE: i. Kamera für Kleinbildaufnahmen, bei der zwischen zwei Gehäuseteilen mehrere Scheiben um eine Achse drehbar angeordnet sind, von denen eine die lichtempfindliche Schicht trägt, eine andere als Verschluss Verwendung findet und eine dritte als Transportscheibe dient, da durch gekennzeichnet, dass durch Anordnung weiterer geeigneter Schaltelemente nach Be tätigen eines einzigen Auslöseorgans (2, 84) alle zum Bildaufbau und Weitertransport des Films notwendigen Schaltungen ausgeführt werden. 2. Kamera nach Anspruch i, dadurch gekenn zeichnet, dass ein die Bewegung des Auslöse organs (2) aufnehmendes Schaltmittel (3) vor gesehen ist, das eine Ralle (8) trägt, die in einen Schlitz (9) einer mit der Verschlussscheibe (i i) verbundenen Schaltnabe (io) fasst. 3. Kamera nach den Ansprüchen i und 2,. dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltmittel (3) an seinem einen Ende (6) als Lichtschutz ausgebildet ist. 4. Kamera nach den Ansprüchen r bis 3, dadurch ;gekennzeichnet, dass das Schaltmittel (3) derart unter Federspannung liegt, dass es das Auslöseorgan (2, 84) aus dem Gehäuse (i, 79) herauszudrücken versucht. 5. Kamera nach den Ansprüchen i bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschluss- scheibe (ii) mit einer Verschdusslamelle (i4) zusammenarbeitet, die während der Bewegung der Verschlussscheibe (i i) gespannt und in einer Endlage derselben freigegeben wird. 6. Kamera nach den Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschluss- scheibe (i i) eine aufbiegbare Greiferzahn- lamelle (24) aufweist, deren Zähn (25) nach Ablauf der durch die Verschlussscheibe (ii) spannbaren Verschlusslamelle (i4) in die Trans portscheibe (26) eingreift und beire Zurück bewegen der Verschlussscheibe die Transport scheibe (26) um einen der Bildzahl entsprechen- den Winkel dreht. 7. Kamera nach den Ansprüchen i bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Greiferzahn (25) mittels einer Auflaufschiene (24a) auf der Verschlusslamelle (i4) so lange geführt und da durch ausser Eingriff mit der Transportscheibe (26) gehalten wird, bis durch Ablaufen der Verschlusslamelle (i4) die Belichtung erfolgt. B. Kamera nach den Ansprüchen i bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Transport scheibe (26) vorzugsweise am Umfang an geordnete Einschnitte (49) zur Aufnahme des Greiferzahnes (25) aufweist. 9. Kamera nach den Ansprüchen t bis 6, dadurch gekennzeichnet; dass die Transport scheibe (26) Öffnungen besitzt; deren Verteilung auf der Scheibe der Bildanordnung entspricht. io. Kamera nach den Ansprüchen i bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Greiferzahn (25). kurz vor dem Ablauf der Verschluss- lamelle (i4) auf dem Kassettendeckel (38) auf läuft und dadurch die Greiferzahnlamelle (2q.) von der Auflaufschiene (24Q) der Versc'hluss- lamelle (i4) abhebt. ii. Kamera nach den Ansprüchen i bis 1o, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschluss- lamelle (i4) eine Leiste (2o) besitzt, die sich an dem das Schaltmittel (3) und das Auslöse- Organ (2) verbindenden Zapfen (a2) anlegt, bis die Lichtschutzwirkung des Schaltmittels (3, 6) aufgehoben ist. 12. Kamera nach den Ansprüchen i bis i i, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Gehäuse (i) und dem Schaltmittel (3) eine Blendenscheibe (65) mit zwei Öffnungen unver änderlichen Querschnittes eingeschaltet ist, die durch eine Zweipunkteinstellvorrichtung (70, 7 i) vierdrehbar ist. <B>13.</B> Kamera nach Anspruch z2 dadurch gekennzeichnet, dass die Blendenscheibe (65) ausser einer kreisförmigen Öffnung (66) und einer vorzugsweise quadratischen COffnung (67) einen radial liegenden Schlitz (68) auf-,veist, in den ein im Kameragehäuse (i) auf kreisförmiger Bahn geführter Einstellstift fasst und dadurch die Blendenscheibe (6) verdreht. 14. Kamera nach den Ansprüchen i bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Blendenscheibe (65), das Schaltmittel (3), die Verschlussscheibe (i i), die Verschlusslarnelle (14) mit Federn und notwendigen Sprengringen in dem Gehäuse vorderteil der Kamera und,die die Transport scheibe (26) enthaltende Kassette im Gehäuse hinterteil angeordnet sind. 15. Kamera nach den Ansprüchen i bis 14, dadurch gekennzeichnet, @dass zwischen der Verschlussscheibe (i i) und der Transportscheibe (26) zwei als Kassettenverschluss dienende Scheiben (37, 38) liegen, die mit einer die Transportscheibe (26), die Filmscheibe (4o), eine Planierscheibe (42), eine Spannscheibe (43) und eine Nummernscheibe (45) haltenden Hohl achse (35) fest verbunden sind. 16. Kamera nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlachse (35) derart ausgebildet ist, dass sie mit den auf ihr sitzen den Teilen durch Verdrehen in der Gehäuse rückwand gehaltert wird. 17. Kamera nach den Ansprüchen i bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Transport scheibe (26) einen mehrere auf der Hohlachse sitzende Scheiben (42, 43,45) gegen Drehung sichernden Stift (41) besitzt. 18. Kamera nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Stift (41) der Transportscheibe z6 kurz vor Vollendung eine Umlaufes gegen einen Anschlag (58) legt und dadurch ein das Auslöseorgan sperrendes Glied steuert. i9. Kamera nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass als sperrendes Glied eine Scheibe (33) dient, welche im Augenblick der Sperrung gleichzeitig die auf der Nummern scheibe (45) befindlichen Nummern verdeckt und eine 0 sichtbar werden lässt. 2o. Kamera nach den Ansprüchen i bis ig, dadurch gekennzeichnet, dass die auf der Hohl achse (35) angeordneten Scheiben (37, 38, 26, 40, 42, 43 und 45) durch die unter Wirkung einer vorzugsweise dreieckförmigen Feder (32) stehende Federscheibe (33) unter Spannung gehalten werden. 21. Kamera nach Anspruch 2o, dadurch gekennzeichnet, dass die Federscheibe (33) gleichzeitig einen derart ausgebildeten Lappen (58) besitzt, dass die Transportscheibe (26) durch diesen in ihrer Drehung begrenzt wird. 22. Kamera nach den Ansprüchen i9 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die die Drehung begrenzende Breite des Lappens (58) so be messen ist, dass der Drehwinkel der Transport scheibe (26) so gross ist wie die Winkelsumme einer vollen Umdrehung, vermindert um die Hälfte des der Bildzahl entsprechenden Dreh- Winkels der Transportscheibe (26) nach einer Aufnahme, wodurch nach der Belichtung des letzten Bildes auf der Filmscheibe (40) die Greiferzahnlamelle (14) und die mit ihr fest verbundene Verschlussscheibe (i i) samt der Schaltnabe)</B> besitzt und der Schlitz (46) des Drehschiebers (37) an einem Stift (48) oder einer durch geprägten Nase des Kassettendeckels (38) an schlägt und damit zur Begrenzung der gegen seitigen Verdrehung beider Scheiben heran gezogen wird. 28. Kameras nach den Ansprüchen 25 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchmesser des Kassettendeckels (38) und des Drehschiebers (37) :grösser sind als der Durchmesser der Film scheibe (4o) und dass der Kassettendeckel (38) in eine ringförmige Nut der Kassette (15) ein greift. 29. Kamera nach den Ansprüchen i bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass im Kameragehäuse (i) mehrere mit je einer der Bildgrösse ent sprechenden Öffnung versehene Filmscheiben mit entsprechenden Halte- und Spannscheiben hintereinanderliegen, wobei der Abstand Film- scheibe-Optik nacherfolgter Belichtung einer Scheibe durch Verschiebung der Optik oder der entsprechenden Filmscheibe im Gehäuse von Hand oder selbsttätig konstant gehalten wird. 3o. Kamera nach den Ansprüchen i bis 29. dadurch gekennzeichnet, dass das Objektiv in eingefahrenem Zustand im Gehäuse gehalten und bei Beginn der Bewegung des Auslöseorgans in die für die Aufnahme richtige Stellung bewegt wird. 31. Kamera nach den Ansprüchen i bis 30, dadurch gekennzeichnet, dass die hohle Dreh achse aller Scheiben und die optische Achse eines Suchers zusammenfallen. 32. Kamera nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, dass der Sucher aus einer konischen, sich zum aufzunehmenden Bildgegen stand hin erweiternden Bohrung (72) besteht. 33. Kamera nach den Ansprüchen 31 und 32, dadurch gekennzeichnet, dass die Sucheröffnung (72) als Aufnahmeteil eines kegeligen Stativ bolzens dient. 34. Kamera nach den Ansprüchen i bis 33, dadurch gekennzeichnet, dass der Ablauf der Verschlusslamelle (14) zur Erzielung ver schiedener Verschlusszeiten veränderbar ist. 35. Kamera nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlusslamelle (14) aus zwei nacheinander ablaufenden Teilen besteht. 36. Kamera nach den Ansprüchen i bis 29, dadurch gekennzeichnet, dass die Transport scheibe (26), die Filmscheibe (40), die Planier- scheibe (42) und die Spannscheibe (43) in einem topfähnlichen Kassettengehäuse angeordnet sind und das Gehäuse durch zwei gegeneinander verdrehbare Scheiben (37, 38) lichtdicht ab schliessbar ist. 37. Kamera nach den Ansprüchen i bis 29 und 36, dadurch gekennzeichnet, dass die Trans portscheibe (26) und die auf der Hohlachse (35) angeordneten Scheiben und das Kassetten gehäuse aus einem, durch Entwicklungsflüssig keiten nicht angreifbaren Werkstoff bestehen. 38. Kamera nach den Ansprüchen i bis 37, dadurch gekennzeichnet, dass die gegeneinander verdrehbaren Scheiben bzw. der Kassettendeckel (38) oder der Drehschieber (37) der Kassette derart ausgebildet sind, d.ass die Kassette an eine Tageslichtentwicklungsdose lichtdicht ansetz- bar ist. 39. Kamera nach den Ansprüchen i bis 38, dadurch gekennzeichnet, dass in den Strahlen gang vor oder hinter dem Objektiv ein als Lichtschwächer dienendes Glied (66, 67) mit Öffnungen unveränderlichen Querschnittes ein- und ausschiebbar angeordnet ist. 40. Kamera nach Anspruch 39, dadurch gekennzeichnet, dass die den Durchtrittsquer- schnitt begrenzenden Kanten .geradlinig und,die Querschnittsflächen dem Bildformat angepasst sind. 41. Kamera nach den Ansprüchen 39 und 40, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Kanten längen bei Wahl eines rechteckigen Durchtritts- querschnittes wie 3:4 verhalten. 4.2. Kamera nach den Ansprüchen 39 bis 41, dadurch gekennzeichnet, dass das licht schwächende Glied aus zwei in gleicher Rich tung verschiebbaren Teilen besteht, die derart gestaltet sind, dass sie den Durchtrittsquer- schnitt in einer Endlage freilegen und in der anderen überdecken. 43. Kamera nach den Ansprüchen i bis 42, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Strahlen gang eine mit verschiedenen Filtern versehene Scheibe angeordnet und ihre Stellung durch eine ausserhalb des Gehäuses angebrachte Mar kierung sichtbar gemacht ist. 44. Kamera nach den Ansprüchen i bis 43, dadurch gekennzeichnet, dass am Kameravorder teil zwei Stahlfederstäbe (55, 56) derart ge lagert sind, dass sie in eine Eindrehung (57) der Gehäuserückwand nach Drehung derselben um 9o einrasten und damit beide Kamerateile sichern. 45. Kamera nach den Ansprüchen i bis 44, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse vorderteil derart geformt ist, dass es einen Spiegelsucher aufnehmen kann. 46. Kamera mach den Ansprüchen i bis 45, dadurch gekennzeichnet, dass als Objektiv ein solches mit geringer Brennweite und höchster Lichtstärke und als Film ein solcher mit ge ringer Empfindlichkeit Verwendung finden. 47. Kamera nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dass das Auslöseorgan (84) ein Schaltglied (82) beeinflusst, welches das Span nen des Verschlusses und die Weiterbewegung des Filmträgers (Transportscheibe) mittels der Verschlussscheibe (86) bewirkt und dabei beide verdreht. 48. Kamera nach den Ansprüchen 1 und 47. dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltglied (82) die Verschlussscbeibe (86) und die Ver- srhlusslamelle (85) bei Eindrückendes Auslöse- organs im Gehäuse verdreht und dadurch spannt, wobei die Verschlussscheibe (86) gleichzeitig die Filmscheibe, z. B. mittels der Nase (95), weiter bewegt, sodann die Verschlusslamelle (85) in einer Endlage der Verschlussscheibe (86) zum Zurückdrehen freigibt und beim Freigeben des Auslöseorgans (84) ein Zurückdrehen der Ver- schlussscheibe (86) zulässt. 49. Kamera nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltmittel (82) beim Eindrücken des Auslöseorgans (84) die Ver- schlussscheibe (86) im Gehäuse verdreht, die Verschlusslamelle (85) spannt und letztere in einer Endlage der Verschlussscheibe (86) zum Nacheilen freigibt, während es beim Loslassen des Auslöseorgans (84) die Verschlussscheibe (86) und die Verschlusslamelle (85) zurückführt, wobei die Verschlussscheibe (86) gleichzeitig die Filmscheibe weiterbewegt. 50. Kamera nach den Ansprüchen i, 47 und 48, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschluss- scheibe (86) und die Verschlusslamelle (85) ver schieden lange, durch Aufbiegen entstandene Führungsleisten (9o, 92) besitzen. 51. Kamera nach Anspruch 5o, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der Führungs leisten (9o, 92) derart bemessen ist, dass das Schaltglied (82) in der Endlage nur an der Führungsleiste (93) der Verschlussscheibe (86) anliegt, während die Verschlusslamelle (85) in dieser Endstellung zur Rückkehr in die Aus gangslage freigegeben wird. 52. Kamera nach den Ansprüchen', 47, 48, 5o, 51 oder i, 47 und 49, dadurch gekenn zeichnet, dass die Verschlussscheibe (86) eine federnde Nase (95) besitzt, die eine Durchtritts- öffnungen aufweisende Scheibe um einen der Zahl der aufzunehmenden Bilder entsprechenden Winkel verdreht. 53. Kamera nach den Ansprüchen i, 47 bis 52, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschluss- scheibe (86) bzw. ihre Führungsleiste (92) an der Stelle, an der das Schaltglied an ihr anliegt, als Lemniskate ,ausgebildet ist. 54. Kamera nach den Ansprüchen i bis 53, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Schaltmittel (82) einerseits und der -Verschluss- lamelle (85) andererseits eine Platine (ioi) an geordnet ist, die als Lichtschutz dient und gleichzeitig dazu verwendet wird, die Schalt nabe mit der darauf angeordneten Verschluss- scheibe, Verschlusslamelle und Torsionsfeder nach dem Einbau in axialer Richtung fest= zuhalten.